Tschau Süden, hello Norden!

Picton, Wellington, 28./29. Januar 2020

Vielleicht ist ja schon aufgefallen, dass meine Berichte immer länger werden. Das liegt einfach daran, dass ich wenig Zeit habe zum Schreiben. Schließlich sitzt Chris dabei immer daneben und wartet. Und wenn ich mehrere Tage in einen Bericht packe, brauche ich nicht so viele Beiträge, um auf dem Laufenden zu bleiben.

EA5AFBAC-4231-403B-BD13-D33081E4E9BFAllerdings gibt es auch einfach Tage, an denen nicht so viel Spannendes passiert. Die heutige Fahrt zum Beispiel dauert den ganzen Tag. Die Strecke von Christchurch nach Picton ist die gleiche, die wir vorher in zwei Etappen in die Gegenrichtung zurückgelegt haben. Allerdings habe ich auf dem Weg von Kaikoura nach Christchurch nicht so viel fotografiert. Das hole ich jetzt nach.

5BC2BEA6-A890-49C2-887E-4F272C47D2EADie Landschaft ist sehr hübsch, viele Hügel und Täler. Aber die Wiesen sind durchweg braun wo sie nicht bewässert sind. Das hat mich doch überrascht. Ich dachte, in Neuseeland regnet es viel und ist durchweg saftig grün. Aber wir haben ja bisher auch kaum Regen erlebt. Keine Ahnung ob das hier normal ist. In Kaikoura fahren wir für unseren Lunch – Sandwich aus dem Supermarkt – auf die Halbinsel raus, um den Blick über die Steilfelsen aufs Meer zu genießen. Das haben wir beim ersten Besuch ausgelassen.

1583CA45-D39B-466E-9790-C7D873DCD4C7Nach der Lunchpause in Kaikoura habe ich Chris das Messer auf die Brust gesetzt und verdonnert, mich fahren zu lassen. Er drängelt sich da immer vor und mir ist das eigentlich recht. Aber wenn er einen ganzen Tag lang fährt, ist er abends müde. Und ich platze vor Energie und Unternehmungslust. Also schwinge ich mich hinters Steuer.

8A349BC6-EE76-4A97-ABC3-0A795EF7BCEDDie ersten Kilometer ist Chris sehr nervös. Und ich auch ein bisschen. Aber hey, wenn er das hinbekommt, schaffe ich das ja wohl auch. Klar muss man sich konzentrieren und ständig vergegenwärtigen, dass Linksverkehr herrscht. Und ich hätte auch ungern in einer stark befahrenen Stadt angefangen. Aber alles in allem ist das kein Hexenwerk.

3F68DD21-E5B2-4F83-9E5F-BA2931CC2AEEIn Picton haben wir in Unkenntnis des Wortes Tombstone einen leicht morbiden aber hübschen Ort für die Nacht gebucht. Das Backpacker liegt gegenüber des Friedhofs, deshalb der Name: Grabstein. Und ganz passend hat die Haustür die Form eines Sargs. Aber das Zimmer ist hell und gemütlich und man sieht auf den Fährhafen. Was ich nicht wusste: Nachts fahren Fähren, die mit LKWs beladen sind. So habe ich die halbe Nacht dem Krach der LKWs gelauscht, die auf die Fähre gefahren sind.

D6B0CE49-B82E-41B5-B802-6C45DF8C911CAm nächsten Morgen haben wir uns auch auf den Weg zur Fähre gemacht, waren allerdings viel zu früh dran. Deshalb haben wir unser Auto in der Fahrspur vor der Fähre geparkt und sind nochmal Rochen schauen gegangen. Die waren auch wieder zuverlässig und zu mehreren im Hafenbecken.

Schließlich geht es auf die Fähre. Die Überfahrt nach Wellington dauert 3 Stunden. Die erste Stunde fährt die Fähre durch den Marlborough Sound. Dann durchquert sie die Cook Street zwischen Nord- und Südinsel. Und die letzte Stunde fädelt sie sich wieder durch die Inseln und Halbinseln in den Hafen von Wellington.

074BD5F9-5241-4309-B9BC-296F41E74BDEAuf unserer Reise haben uns andere erzählt, dass sie sich den Marlborough Sound ausreichend angeschaut haben, als sie die Fähre benutzt haben. Das können wir so nicht bestätigen. Die Fährfahrt ist zwar ganz hübsch, aber da diese Passage relativ breit ist, bekommt man nicht wirklich den tollen Eindruck, den wir uns verschafft haben.

Wellington ist dafür bekannt, dass es hier sehr zugig ist. Oft weht heftiger Wind. Aber zumindest heute war der Wind bei der Abfahrt in Picton deutlich heftiger als bei der Ankunft in Wellington.

93E55E66-0F12-4C96-9520-2B293FB2EE2CRuckzuck sind wir mit dem Auto beim Hotel und eingecheckt. Nach einer kleinen Pause und Planung der nächsten 2 Tage ziehen wir los für einen ersten Eindruck in Wellington. Und für ein neues Paar Sandalen. Die alten haben nämlich mittlerweile den Geist aufgegeben.

24E214BA-53A7-4580-A681-C32A011627A7Natürlich gibt es auch hier ein lustiges Durcheinander von moderner Architektur und historischen Gebäuden. Um dieses frühere Bankgebäude haben die Wellingtoner wohl sehr gekämpft, um es vor dem Abriss zu bewahren.

1EDF9F77-E642-41ED-97BD-46FF1CF46BB3Nun wurde es innen und außen sehr schön renoviert. und die früheren Kabuffs der Angestellten in der Bankhalle wurden in Shops umgewandelt und sind noch gut zu erkennen.

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Dieses winzige Häuschen gehörte dem Begründer der Cable Car, zu der links davon eine schmale Gasse führt und auf die mit der hübschen Miniatur deutlich hingewiesen wird.

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Schließlich verschlägt es uns an den Hafen zu einem leckeren Feierabendbier.

Abends erobern wir noch die Cubastreet, ein Ausgehviertel und finden dort glücklicherweise eine Kneipe mit Livemusic für den Ausklang des Abends.

Zu langweilig? Dann schauen wir mal was die nächsten Tage bringen.

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