Mit dem Jetboot in die Badewanne

Taupo, 3.-5. Februar 2020

Auf dem Weg nach Taupo sind wir doch tatsächlich in einen Stau gekommen, der uns einiges an Zeit gekostet hat. So war es schon gegen 15.00 Uhr, als wir in Taupo an unserem Hotel angekommen sind. Wir waren am Verhungern.

5FE95095-4BBC-4DD0-A79B-23A92914EB97Gegenüber unseres Hotels gab es Pizza direkt am See, über die wir dann hergefallen sind, obwohl die in Neuseeland generell überteuert ist. Und sie machen teilweise sehr eigenwillige Kreationen, zum Bespiel kippen sie Chilli con Carne drauf, oder Massen von Wurst und Fleisch mit Barbecuesoße. Irgendwie bin ich bei Pizza nicht ganz so experimentierfreudig wie bei anderem. Deshalb greife ich hier eher auf die Klassiker zurück, von denen es auch meistens 1-2 gibt.

2659BDF0-7AF4-4FEA-834A-3963941D4C54Unser Hotelzimmer ist wirklich hübsch und wir sind aus irgendwelchen Gründen wirklich müde. Deshalb gehen wir noch in den Supermarkt und ich schreibe Blog. Und wir buchen für morgen eine Startzeit. Denn morgen hat Chris Geburtstag, da bestimmt er das Programm. Und er würde gerne Golf spielen. Gerade fällt uns auch nix anderes ein, was wir machen wollen.

2A1EB495-5EAB-4553-9296-1AD3EFA8EC9BSchließlich raffen wir uns auf und fahren zu den Huka Falls. Deren Anblick verblüfft uns. Selten so viel Wasser auf einem Fleck gesehen.

Im Reiseführer steht, Huka Falls würden ein olympisches Schwimmbecken innerhalb von 11 Sekunden füllen. Das kann man sich bei dieser Strömung gut vorstellen. Sie kommt dadurch zustande, dass der sehr viel Wasser führende Waikato River hier durch sehr hartes, eng stehendes Vulkangestein durch muss. Das sieht so beeindruckend aus, dass bereits 1870 ( oder so) ein hiesiger Gouverneur (oder so) vorausgesagt hat, dass das mal eine attraktive Sehenswürdigkeit für Touristen wird. Und heute ist es genau das, ein Must-see von Taupo.

7A086386-DB44-4C0A-B90E-407D66710774Wieder im Hotel genießen wir unsere hübsche Terrasse unseres großzügigen Apartments, denn zu Chris Geburtstag wollte ich unbedingt eine hübsche Unterkunft. Wir werden zusätzlich mit diesem wunderschönen Abendhimmel beglückt. Und später essen wir noch ein bisschen Salat und Tacos mit diesen tollen Dips, die sie hier in zig Varianten im Supermarkt haben. Und zwar nicht auf Milchbasis. Da können sich die Deutschen wirklich eine Scheibe abschneiden.

E4F08D96-C8F2-4922-84BB-E76D93EF59C5Am nächsten Tag scheint die Sonne erneut von einem fast wolkenlosen Himmel, als wir zum Golfspielen gehen. Die Vegetation des Platzes ist überraschend alpin.  Und er ist überwiegend ausgetrocknet. Nur die Grüns werden natürlich gewässert. Und diesen Platz spielen wir tatsächlich zu Fuß, so dass wir nach 18 Loch angenehm ermüdet sind.

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Das hier ist übrigens eine etwas groß gewachsene Tuja, kein Scherz.

D511DD3B-10B4-4547-8B35-6E1F0EFC6950Nach einem schnellen Sandwich schmeißen wir uns für den Rest des Nachmittags in den Pool und den Hot Tub im Hotel – quasi wie Urlaub.

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Vor allem weil wir abends lecker indisch essen und es noch ein Eis zum Nachtisch gibt.

46B22104-076C-44A0-BAA4-2ECE58B0D752Am Mittwoch haben wir eine weitere Tour gebucht. Wir fahren mit dem Jetboot zu The Squeeze.

EA836D29-F465-498C-8463-FCDC3E389844Diese Jetboot-Tour ist nicht so sehr auf Adrenalin aus wie die, die Chris und Noah in Queenstown absolviert haben sondern hat tatsächlich ein Ziel. Damit ist sie für Chris und mich ein guter Kompromiss.

EB266EBB-8E63-4E73-B5FF-82491153319EWir fahren ein ganzes Stück nördlich von Taupo. Da wir früh dran sind versuchen wir noch, die eigenartigen Hügelformationen aufs Foto zu bekommen. Dann checken wir ein und ziehen uns die netten Regenmäntelchen über die Badesachen, denn morgens ist es noch frisch.

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Dann fahren wir den Waikato River hoch. Das dauert mindestens 30 Minuten. Die Landschaft ist hübsch und die Manöver sind begrenzt aufregend, auch wenn das Boot recht schnell ist.

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Unser Guide hält ab und zu mal an oder reduziert seine Geschwindigkeit (weil er muss!) und erzählt uns was. Hier beispielsweise ist in der Höhle eine uralte Grabstätte der Maori. Da dieses ganze Gebiet den Maori gehört, haben sie die Erlaubnis erteilt, die Tour hierdurch zu fahren, aber um das Grab muss aus Respekt die Geschwindigkeit drastisch reduziert werden. Da es aber eine hübsche Schlucht ist, passt das.

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Unser Guide Jamal zeigt uns Nischen am Ufer, in denen es heiße Quellen gibt, die in kleine Pools fließen. Wer ein Boot hat, kann hinfahren und sein privates Spa genießen. Das ist unter den Einheimischen absolut populär. Auch dieses Rinnsal ist vulkanischer Natur. Das Wasser, das runterläuft ist heiß, dabei setzen sich Silikate, die im Wasser sind, an der Wand ab. Das gibt diese spezielle Färbung.

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Schließlich sind wir angekommen und steigen alle aus dem Boot aus. Entgegen meiner Befürchtung ist das Wasser nicht kalt. Es hat warme und kältere Strömungen, aber nach ein paar Metern dürfte es etwa 30 Grad haben. Das ist eine echte Überraschung.

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Relativ schnell kommen wir an Felsen an, durch die eine enge Öffnung führt, von der diese Tour ihren Namen hat.

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Chris hatte schon im Vorfeld Sorge, dass er durchkommt. Und es ist wirklich eng. Aber wenn man etwas tiefer geht, weitet sich der Spalt und es ist kein Problem. Das Wasser ist super warm und ich kichere vor mich hin und hab den größten Spaß beim Durchquetschen.

Schließlich lassen  wir die Felsen hinter uns und laufen durch einen Bach im Regenwald.

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Eigentlich schade, dass das Wasser nur bis zum Knöchel geht.

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Nach vielleicht 600 Metern kommen wir am Ziel an. Erneut bilden die Felsen einen engen Gang, durch den wir paarweise zum Wasserfall gehen.

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Der ist so warm wie die heiße Dusche zu Hause, absolut verrückt.

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Jeder der drin war, kommt raus und klettert einen Pfad hoch zum Hot Pool, in dem wir uns alle entspannt ausstrecken. Und hier bleiben wir erstmal.

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Nach vielleicht 20-30 Minuten raffen wir uns schließlich auf, zurück ins Boot zu gehen. Ich trenne mich von diesem paradiesischen Ort nur äußerst widerwillig. Würde ich hier wohnen, wäre ich jeden Tag hier. Dafür gestaltet unser Guide die Rückfahrt ein bisschen aufregender, in dem er Haken schlagend am Ufer entlang und zwischen im Wasser liegenden Bäumen und Inseln kurvt und zwischendrin immer mal einen 360Grad-Turn einlegt.

Am Ende der Tour sind wir sehr zufrieden. Und was machen wir jetzt?
Es ist schon wieder 14.30 Uhr und wir haben noch nix gegessen. Weil uns nichts besseres einfällt fahren wir zu den Wairakei Terraces. Das sind Hot Pools und Terrassen, die aber wohl nicht natürlichen Ursprungs sind. Das Cafe ist aber schon fast am Schließen. Für den halbstündigen Walk wollen sie 15$ und für die Pools nochmal 25$. Das finden wir irgendwie unangemessen, deshalb geht es nach einem besonders leckeren Lunch im Kefi at the Hub (ein Cafe bei einem Hubschrauber-Landeplatz bei den Huka Falls) erstmal zurück nach Taupo

65265D3C-8140-4A88-BDEA-D133FE5222E9In Taupo wollen wir zum Spa Thermal Park. Auf dem Weg halten wir aus Versehen noch an dem Ort an, an dem Noah sich vor 4 Monaten in die Tiefe gestürzt hat. Er ist dabei mit dem Kopf in den Waikato River getunkt. Ein hübscher Ort zum Sterben.

EE5ECD01-CAEE-49E4-B834-0715A0E9B26EAn diesem Spot fand ich diese Warnung very entertaining.

280B964B-96BF-44FC-8783-E789CAD0A19ADer Thermal Spa Park ist für mich einer der tollsten Orte in ganz Neuseeland. Der Wasserfall, der vom Berg runterkommt ist heiß. Dadurch bildet sich in dieser Bucht des Waikato River eine warme Bucht, die immer erfrischender wird, je weiter man sich Richtung Fluss bewegt.

80061059-2737-4DAF-A108-797F50C11D49Man muss aber aufpassen, denn der Fluss hat eine ordentliche Strömung und endet etwas weiter unten in den Huka Falls, die noch niemand floatend überlebt hat. Man kann die Strömung aber auch nutzen und sich 50m weiter ob ins Wasser begeben und runtertreiben lassen.

B38FA808-E6F4-4C01-8952-7A8F38AFA450Oder man schwimmt gegen die Strömung an und bleibt dabei einfach auf der Stelle stehen. So oder so, es ist ein Riesenspaß.

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