Fantastische Ausblicke

Franz Josef, Murchison, Lake Rotoiti, Marahau 18./19. Januar 2020

Von Franz Josef bis zum Abel Tasman Nationalpark sind es 530km. Dafür nehmen wir uns zwei Tage Zeit. Aber in Neuseeland ist so eine Strecke keine langweilige Überbrückung sondern beinhaltet laut Lonely Planet eine von Neuseelands schönsten Straßen – die Great Coast Road, und diverse andere nice things to see. Außerdem haben wir auch heute kurz nach dem Start wieder tiefblauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Von den 200 Regentagen der Westcoast bleiben wir komplett verschont.

938971B3-BFD6-4708-B6DE-C778C0A93112Die ersten 130km sind hübsch, aber noch nicht spektakulär. Wir fahren vorbei an Regenwald, Seen, sehr breiten Flussbetten mit viel Geröll und landen schließlich in Hokitika am Meer. Hier gibt es ein Festival, das Künstler auffordert, aus angeschwemmten Naturmaterialien am Strand Kunstwerke zu bauen, die dann irgendwann vom Meer wieder mitgenommen werden. Leider war das Festival noch nicht. Aber zumindest der Name des Ortes wurde künstlerisch in Szene gesetzt. Das nutzen die anwesenden Asiaten ausdauernd für ihr Posing.

Wir konzentrieren uns auf einen leckeren Kaffee, laufen durch den nicht ganz so  spektakulären Ort und schauen uns die Läden mit Kunsthandwerk und bearbeitetem Greenstone – Jade – an, für die der Ort besonders bekannt ist.

2317BA7A-6536-42B0-861F-6A2BD07EF28EBesonders schön sind die blühenden Bäume – die Pohutukawa, die für Neuseeland typisch sind und oft als Motiv auf Teller, Tassen, Tea Towels usw. verwendet werden.

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Von Greymouth bis Westport verläuft die Great Ocean Road, an der die Küstenlinie besonders schön, die mit Regenwald bedeckten Hänge besonders beeindruckend sind. Oft gib es keine Möglichkeit zum Anhalten, sonst würden wir das wahrscheinlich alle 10 Minuten tun. Aber auch so kommen wirklich viele Bilder zustande und die Auswahl für diesen Blog fällt sehr schwer.

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Ein besonderer Ort ist Punakaiki. Eigentlich ist hier nur ein Visitor Center, ein großer Parkplatz und eine Menge Touristen. Im ersten Moment kommt einem das sehr übertrieben vor, vor allem bei dem Anblick, der sich einem bietet – hübsch, aber deshalb so ein Aufriss?

C10C6919-5732-4A1B-97B3-2E27E49E3B0DDer Rundweg, den man läuft, bietet aber mit jedem Lookout, der sich hier alle paar Meter bietet, einen immer spektakuläreren Ausblick.

DD57F6AB-0417-41B6-BD8A-D67025E2321DViele dieser Einschnitte sind Blowholes. Wäre etwas mehr Flut und das Meer mehr in Bewegung, würde es hier eine großartige Brandung geben. Aber auch so, sind die Ausblicke spektakulär.

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Interessant ist auch, dass man eigentlich nicht genau weiß, wie es zu dieser Optik der Felsen von gestapelten Pfannkuchen kommt.

3389D744-AA5E-468E-AF1E-382F5EE4C4DAEs gibt Theorien, die aber wohl umstritten sind.

4B261DDB-C68A-44F7-AB3A-314BBDC4E1D9Und ehrlich gesagt, fühle ich mich nicht in der Lage, sie wiederzugeben, obwohl sie auf den Schildern an den Lookouts beschrieben sind.

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Selbst Noah findet, dass es sich lohnt, auszusteigen und sich das anzuschauen.

95CBA17E-C095-4249-AABE-1BFD4E0A273CIrgendwann halten wir an einer schönen Aussicht aufs Meer an und haben Lunch.

Dann geht es weiter zur Taurangi Bay, wo es eine ständige Kolonie der Seehunde gibt.

Und die haben zu unserer Begeisterung gerade Junge. Eine ganze Weile schauen wir dem lustigen Treiben zu.

Mittlerweile fühlen Noah und ich uns schon ganz erschöpft, nur vom Mitfahren und Eindrücke aufzunehmen. Wir fahren mittlerweile landeinwärts durch ein bewaldetes Tal mit einem großen Fluss. Selten kommt uns ein Auto entgegen, vor und hinter uns ist niemand. Man bekommt einen Eindruck davon, wie schön die Erde aussehen könnte, wenn die Menschen nie auf die Idee gekommen wären, sie nach ihren Bedürfnissen zu gestalten.

8728196B-4903-4055-9BC8-AD11EE4DBFFASchließlich übernachten wir in Murchison auf einem halb leeren Campingplatz, der direkt am Fluss liegt. Mein Besuch dort unten ist allerdings kurz, weil sich die sand flies hier natürlich besonders wohl fühlen.

E5234A60-7CFF-44A5-81E7-CADD68EB1596Am nächsten Morgen machen wir noch einen Abstecher in den Nelson Lakes Nationalpark an den Lake Rotoiti.

Hier begegnen uns wieder die schwarzen Schwäne.

50C3BD3C-402A-4CED-A262-AE05BE9E59C9Und das besondere Phänomen dieses Sees sind die Aale, die sich unter dem Steg tummeln. Da hier alles unter Schutz steht und nicht gejagt oder gefischt werden darf, gibt es viel, richtig fette Exemplare zu bewundern.

D5C64CDC-2902-4C80-AAF1-1A1F453D1321Wir laufen noch eine knappe Stunde am Ufer der Halbinsel entlang, allerdings ist die Aussicht durch die Bäume eingeschränkt und die Umgebung erinnert sehr an den Schwarzwald. Aber Bewegung tut gut vor der letzten Etappe unserer Fahrt. Über  Berg und Tal und viele Serpentinen geht es weiter bis Marahau, dem Eingang zum Abel Tasman Nationalpark. Der wird uns morgen beschäftigen. Für heute spazieren wir nur noch zum hiesigen Strand und genießen ansonsten den gemütlichen Abend im Camper.

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