Lost in Coffs Harbour

Coffs Harbour, Port Maquarie, Cessnock, 21.-22. Dezember 2019

Auf dem Weg nach Coffs Harbour stellen wir fest, dass wir einen Fehler gemacht haben. Wir haben zwei Nächte vom 21. bis 23. Dezember in Coffs Harbour gebucht in der Annahme, dass die nächsten Ziele jeweils circa eine Stunde voneinander entfernt sind. Am 23. Dezember morgens um 10.00 Uhr beginnt unsere gebuchte Wein-Tasting Tour in Pokolbin, Hunter Valley. Von Coffs Harbour nach Pokolbin sind es aber laut Google 4h20. Also müssen wir mindestens mit 5 Stunden rechnen. Das war uns nicht klar. Damit müssten wir am 23.12. um 4.30 Uhr morgens in Coffs Harbour losfahren!

Bei unserer Ankunft stellen wir außerdem fest, dass unsere Unterkunft zwar mit die teuerste, aber nicht besonders hübsch oder nett ist. Der ganze Ort hat irgendwie einen 60er Jahre Charme. Chris findet es charmant, ich finde es grottig. Außerdem ist es sehr windig und kalt.

1ABBE4E6-827A-454F-A551-D8DBD183761BWir ziehen uns erstmal lange Hosen und Pullis an und besichtigen den Strand gegenüber unserer Unterkunft, der eigentlich recht hübsch aber auch sehr einsam ist. Da wir noch einkaufen müssen, fahren wir mit dem Auto über die Marina bis zur Innenstadt.

Auf dem Weg kommen wir am offiziellen Hauptstrand vorbei. Der Park ist hübsch, im Fluß, der hier ins Meer mündet, wird im flachen ruhigen Wasser sogar gebadet. Am Strand schauen wir eine Weile den verrückten Sprüngen der Kite-Surfer zu. Dann fahren wir weiter. Da Samstag Nachmittag ist, ist das Zentrum ausgestorben aber der Supermarkt noch offen.

Als wir wieder in unserem Apartment sind, fange ich an nach Hotelzimmern in der Nähe von Pokolbin zu suchen. Für 100$ können wir die nächste Nacht im YHA in Cessnock, dem Nachbarort von Pokolbin verbringen. Die Übernachtung in Coffs Harbour müssen wir dann eben abschreiben. Chris ist gleich dabei, zumal hier für morgen nur Regen und Tristesse angesagt ist.

Am nächsten Morgen packen wir unsere Sachen zusammen und fahren nochmal in die Marina, um vor der Abfahrt noch Muttonbird Island zu besuchen. Man erreicht die Insel über die schwer befestigte Hafenmauer. Die Insel wird von einer großen Population Sturmtaucher bewohnt, die zur Zeit dort brütet. Leider lesen wir erst hier, dass sie tagsüber auf Futtersuche sind. Wir hätten zum Sonnenaufgang oder -untergang da sein müssen, wenn wir Vögel sehen wollten. Egal. Jetzt sind wir schon da, dann steigen wir auch rauf, um vor der langen Fahrt von 5 Stunden noch etwas Bewegung zu bekommen.

An der Marina findet anlässlich des 4. Advent wieder ein Christkindlesmarkt mit einer live spielenden Jazzband statt. Zu Chris Entsetzen will ich durchlaufen. Aber es geht ganz schnell und er fand es dann doch nicht so schlimm.

Die Welpen sollen ebenfalls auf dem Weihnachtsmarkt verkauft werden – für 1.500$ pro Stück. Aber süß sind sie ja schon.

Auf der langen Fahrt ins Hunter Valley kommen wir tatsächlich durch Regionen, in denen es mal nach Rauch riecht oder Straßen, die ins Landesinnere abgehen, aufgrund von Buschfeuern gesperrt sind. In Port Maquarie machen wir einen kleinen Abstecher, um in einem Park Lunch zu vespern. Und an einem der vielen hübschen Strände hält Chris einen kurzen Nap, schließlich ist er während der ganzen Zeit der Fahrer. Ich bin ja immer noch nicht in der Lage, auf den Gehwegen links an den Leuten vorbeizugehen. Chris muss immer noch soufflieren: „Links, lihinks!“ Und er drängelt sich beim Fahren sowieso vor, weil er das so gerne macht. Insofern braucht er die Pause, bevor es weitergeht.

14DE80A3-321A-437D-B613-EE6C12412FF7Im Hunter Valley ist der Himmel dunkelgrau. Das YHA Hostel ist eine urige Holzhütte auf plattem Land. Und sie ist quasi leer. Die Wirtin sagt, dass sie Unmengen Stornierungen von Buchungen hatten, weil alle Angst vor dem Feuer haben. Und das, obwohl im Hunter Valley weit und breit nix brennt. Für die Unternehmen hier ist das wirklich bitter.

F123C5B4-441A-43BC-8051-476E4D7276DFGegen 8 Uhr fahren wir zum Essen nach Cessnock. Das örtliche Hotel/Restaurant hat jedoch ein großes Plakat aushängen, dass es Sonntags nur bis 8.25 Uhr geöffnet hat. Was ist das denn für eine Schließzeit???? Glücklicherweise finden wir im völlig ausgestorbenen Ort noch ein Thai-Restaurant/-Imbiss mit lauter Tischen mit benutztem Geschirr, aber gerade mal noch 4 Gästen. Die Wirtin ist sehr beschäftigt mit den ganzen Leuten die Takeaway bestellen. Aber sie haben bis 10.00Uhr offen!!!
Und ihre Küche ist ausgezeichnet. So ist dieser Tag doch noch gerettet. Und morgen gibt es ein neues Highlight mit einer Weintasting-Tour durch die Weinkeller des Hunter Valley.

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Zuviel Weihnachtsdeko gibts nicht :-), oder?

 

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