Chrismas in Brisbane

Brisbane, 15.-17. Dezember 2019

Nur eine Stunde vom Hinterland der Sunshine-Coast entfernt liegt Brisbane. Und unser Hotel liegt mit Blick auf dem Fluß mitten in Downtown. Allerdings haben wir es deshalb so günstig bekommen, weil sowohl im Haus als auch gegenüber eine riesige Baustelle ist. Das stellen wir aber erst fest, als wir da sind. Glücklicherweise hören wir aus dem Haus garnichts und gegenüber wenig.

Das ist der Blick aus dem 13. Stock unseres Hotelzimmers.

Durch Brisbane schlängelt sich in Serpentinen ein richtig großer, brauner Fluss. Man begegnet ihm quasi überall. Deshalb ist auf 95% der Fotos genau dieser Fluss zu sehen.

99353298-CAE6-4EA4-9F69-FF73D891E760Nach einer dringend benötigten Dusche und Mittagschlaf ziehen wir los auf der Suche nach einem Restaurant, wobei wir uns noch nicht recht einigen können. Chris ist immer für asiatisch, außer koreanisch. Das hat ihn nicht so begeistert. Und ich bin froh, wenn ich Salat finde. Das ist in Australien nicht so einfach. Überall gibt es Burger, Sandwiches, Pommes und eventuell Steak. Und natürlich asiatisch, mexikanisch und andere internationale Küchen. Aber es gibt oft keinen Salat. Oder Ceasar Salat mit Ei (eß ich nicht) und Coleslaw oder einen anderen Slaw mit Mayo. Oder was richtig habhaftes wie Nudelsalat mit Mayo. Aber so wie bei uns unterschiedliche Salatteller mit irgendwas on top ist einfach nicht üblich. Dabei ist die Hälfte der Bevölkerung sehr gut in Form und es gibt unglaublich viele Fitness Studios und Leute, die offensichtlich Sport machen. Deshalb habe ich uns, wann immer ich einen Herd hatte, Salat oder viel Gemüse mit irgendwas gemacht. Ich bin ausgehungert danach.

65B4BD67-0638-46C2-94C9-13086B17F914Die erste Kneipe, auf die wir treffen, ist ein Irish Pub mit Livemusic. Meine Erfahrung ist, dass man da auch sehr gut essen kann. Und ich stehe auf Livemusic. Aber man kann ja nicht ins erste Restaurant rein, ohne zu wissen was es sonst noch gibt. Die nächst Straße, in der wir was zu essen suchen, hat mindestens 10 koreanische Restaurants oder Imbisse hintereinander und wir sind umgeben von asiatischen Menschen. Hier scheint es eine ausgeprägte koreanische Community zu geben. Ansonsten ist sehr viel geschlossen. In Downtown ist man offensichtlich vor allem auf Businessleute eingerichtet und wir haben ja Sonntag Abend um 7 Uhr.

In der nächsten Straße stehen plötzlich massenhaft Leute rum. Es ist die Fußgängerzone. Und hier findet zwei Wochen lang jeden Abend eine Chrismas Parade statt. Die müssen wir natürlich sehen. Und die ist so ganz anders als bei uns, dass es wirklich Spaß macht. Hier wechseln sich Rettungsschwimmer und Mädels in Bikinis mit der Musik von den Beach Boys ab mit Leuten mit Fellmützen und mit Fell bestückten Kostümen zu White Chrismas – oder so. Und der Weihnachtsmann tut uns echt leid, er muss eingehen in seinem Kostüm. Dann zieht die ganze Meute zur City Hall, auf die extra für Weihnachten ein Comic projiziert wird.

Wir irren noch ein Weilchen weiter durch die Gegend und landen dann doch im Irish Pub. Und es gibt tatsächlich einen großen Salat mit Hähnchen – Yipee!

7DD4405E-A3FB-4751-B030-0E4B35495834Am nächsten Tag spreche ich mich energisch dafür aus, ein Fahrrad zu leihen. Ich will mir nicht schon wieder die Füße platt laufen. Hier kann man für 2$ Tagesgebühr an unglaublich vielen Punkten Fahrräder ausleihen. Die ersten 30 Minuten sind kostenlos, die nächsten 30min kosten 2$, alle weiteren 5$. Wenn man sein Fahrrad also alle 30 Minuten wechselt, hat man keine weiteren Kosten. Und in einer App kann man sehen, wo die Spots sind sowie wie viele Fahrräder und wie viele freie Fahrrad-Parkplätze es dort gibt. Alles sehr praktisch. Allerdings muss man einen Helm tragen, der nur an der Hälfte der Fahrräder auch dranhängt.

City Hall und Platz davor bei Tag. Hier und an zig anderen Stellen gab es Fahrräder.

Mit dem Fahrrad haben wir zügig das Ufer gewechselt zur Southbank. Hier gibt es einen hübschen Park, viele Imbisse und Restaurants und eine Lagune zum Baden. Außerdem ein paar Museen. Der Touristenhimmel quasi. Zuerst besuchen wir das GOMA – Gallery of Modern Art, die mich größtenteils überfordert. Ich bin ein Kunstbanause. Aber es gab eine Medieninstallation, die ich richtig toll fand.

Vor dem GOMA: Elefant auf dem Kopf und interessante Fußgängerbrücke.

Ausgerechnet heute hat es 40 Grad in Brisbane. Als wir das GOMA verlassen, wenden wir uns deshalb erst einem asiatischen Restaurant zu und dann verdonnere ich Chris zum Baden in der Lagune. Ich kann nicht mehr vor Hitze. Wir packen unsere Sachen in ein Schließfach und ziehen uns in den Umkleideräumen mit Duschen und Toiletten um. Darin sind die Australier absolut großartig. Es gibt überall fantastische öffentliche Toiletten, die kein bisschen miefen und in sehr gutem Zustand und überraschend sauber sind.

3C6E75B2-1A37-4311-BEC7-4DD431FD68BEDie Lagune ist eine Wucht, absolut riesig und kostenfrei zugänglich für jeden. Und angesichts der Hitze verbringen wir den Nachmittag noch auf einer idyllischen Parkbank und nutzen die Zeit, um den Rest unserer Reise in Australien zu buchen. Schließlich haben die Australier jetzt Ferien und es wird sicher jeden Tag schwieriger.

8DE819E0-D81A-4EAB-B40C-0A75C1F19E1EAbends möchte ich gerne an der Southbank essen, denn in Downtown sind alle Restaurants zum drinnen sitzen und da friert man sich tot. Die Klimaanlagen haben die wenigsten sinnvoll im Einsatz. Allerdings müssen wir uns beeilen, denn um 21.00 Uhr schließen nahezu ALLE Restaurants.

Es ist uns hier schon mehrfach aufgefallen, dass die Australier die Hitze nicht wie Spanier oder Italiener managen, indem sie Siesta machen und am Abend aufwachen und loslegen. Hier machen viele Läden um 17.00 Uhr, spätestens aber um 18.00 Uhr zu. Dann ist Shopping vorbei. Und um 21.00 Uhr leeren sich alle Restaurants und die Masse der Menschen geht nach Hause. Creepy.

1D15A6CA-7A9A-4393-81D7-64B668AD0963Beim Spaziergang am Fluss werden wir mit netter Musik beschallt. Es gibt hier doch tatsächlich alle 15m einen Lautsprecher!

4D78E59B-12C4-4EB7-A912-FD19598EDFB2Am nächsten Tag fahren wir mit der kostenlosen Fähre City Hopper durch die Flusswindungen bis zur Endhaltestelle.

Dort leihen wir uns ein Fahrrad und fahren auf einem sehr netten Fahrradweg am Flussufer zurück nach Downtown. Auch hinsichtlich kostenloser Angebote sind die Australier super: GOMA, Fahrrad (quasi), Fähre, Lagune…

In Downtown finden wir ein tolles Bistro mit ganz leichter, gemüselastiger Küche – sehr lecker.

Das war ein schöner Abschluss. Jetzt aber auf an die Gold Coast und ab ins Meer!

 

2 Kommentare zu „Chrismas in Brisbane

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