Australian Zoo – den Koalas ganz nah!

Beerwah, 15. Dezember 2019

Die Matratzen in der Ecolodge waren die ersten, die ich jetzt nicht so toll fand. Aber dafür hört es sich beim Frühstück an, als seien wir mitten im Dschungel.

Wir sind früh aufgestanden, weil wir noch zum Glasshouse Mountains Lookout wollen, bevor wir uns heute den Australian Zoo geben. Das soll ein ganz besonders toller Zoo sein, den der in Australien unglaublich populäre Steve Irwin mit seiner Familie gegründet und betrieben hat. Leider ist er mittlerweile von einem Stachelrochen hochdramatisch getötet worden.

Der Lookout ist ganz nett, auch wenn ich das beste Foto abends aus dem Auto raus gemacht habe. Der kleine Walk im Kreis um den Lookout ist dagegen völlig überflüssig, weil man durch die Bäume nichts sieht. Dafür kann Chris nochmal folgendes Schild aufnehmen – das hat ihn auch vor 27 Jahren schon fasziniert. Dabei sind wir noch keinem einzigen Känguru an der Straße begegnet.

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Obwohl der erste Sonntag in den Weihnachtsferien der Australier ist, ist es nicht übermäßig voll im Zoo. Vielleicht liegt das daran, dass es heute wieder ausgesprochen heiß ist. Aber wir sehen alle Tiere Australiens aufs allernäheste, näher als in jedem anderen Zoo. Zumal viele Tiere dieses Zoos in Europa eher selten zu sehen sind.

Das erste Bild ist ein tasmanischer Teufel. Das zweite weiß ich nicht mehr, sah aber lustig aus.

Die erste Show, die wir besucht haben, war die der Riesenschildkröten. Dabei hat der Pfleger diese Tiere gefüttert und erzählt, dass Seefahrer sie gerne als Lebendnahrung mitgenommen haben. Sie brauchen ja nicht viel Bewegung und nicht viel zu essen. Ihr Tempo liegt bei 60km pro Monat. Beim Reiben ihres Panzers hat die Schildkröte sich der Hand des Tierpflegers entgegen gereckt. Sah ausgesprochen lustig aus. Sie spüren also Berührung auf dem Panzer.

Da die Tierpfleger mit den Tieren im Zoo unterwegs waren, kam man ihnen so nah wie sonst nie. Eine Tierpflegerin hat beispielsweise mit einem Wombat an der Leine unseren Weg gekreuzt.

Am tollsten waren für mich aber die Koalas. Denen hätte ich stundenlang zusehen können. Und im Koalagarten durfte man dann auch welche streicheln, genauso wie Kangurus, die in einem riesigen Park unterwegs waren.

Auch zu den Koalas haben wir viel Interessantes erfahren. So ist das immer noch eine bedrohte Tierart in Australien. Es gibt zwischen 30.000 und 40.000 davon, doch ihre Zahl ist weiter abnehmend. Im Gegensatz dazu gibt es irgendwas um 12 Millionen Kängurus. Sie werden oft von Hunden, Katzen, Schlangen oder Autos verletzt oder getötet. Die Tierpflegerin hat aufgefordert, jeden Koala sofort zu untersuchen oder mitzunehmen, denn selbst wenn er tot ist, könnte in seinem Beutel noch ein Junges überleben. Denn Koalas sind ja keine Bären sondern Beuteltiere. Und überall im ganzen Land gibt es Sanctuary’s oder Hospitals für Wildlife, wo diese dann aufgepäppelt und wieder in die Freiheit entlassen werden.

3087365D-B388-44A5-90C1-D6D73D695D4FInteressant ist auch, dass es hunderte von Eukalyptusarten gibt, aber nur 10% davon kommen für Koalas in Frage. Die Blätter sind sehr schwer verdaulich, deshalb schlafen die Koalas 18-22 Stunden und haben spezielle Darmkulturen, die diese Kost verarbeiten können. Und die Jungen, die ja mit Milch großwerden, müssen ein paar Tage lang die Exkremente der Mutter futtern, bevor sie dann auch diese Blätter fressen können, um ihre eigene Darmkultur darauf vorzubereiten. Lecker!

Die Lemuren haben sogar eine eigene Insel, auf der sie zwischen den Besuchern rumspringen können oder sich in die Bäume verkriechen.

Bei einer Show in einer Art Stadion haben sie alle möglichen Vögel über unsere Köpfe fliegen lassen und Details zu den Salzwasserkrokodilen erzählt, die sie hier MIT DER HAND gefüttert haben.

Um drei Uhr am Nachmittag haben wir die wichtigsten Tiere gesehen, und ich war völlig erledigt von Eindrücken, Hitze und Bewegung. Sogar ein roter Panda, von dem ich noch nie gehört habe, war darunter.

94526959-47FE-4932-BE46-6335F00A3F55Also haben wir die uns bekannten Tiere ausgelassen und uns auf den Weg nach Brisbane gemacht, der nächsten Station unserer Reise.

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3 Kommentare zu „Australian Zoo – den Koalas ganz nah!

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  1. Hallo ihr Zwei
    Ich kleb nachwievor an den Berichten…
    Eine wunderschöne Tierwelt, die ihr da seht. Ich würde auch gleich mit einem Koala kuscheln.
    Hier wird weiterhin über Buschbrände in Australien berichtet, bekommt ihr da was mit?
    LG Heike

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    1. Hallo Heike,
      Wir merken es daran, dass es sehr diesig ist. In Noosa ging es los. Die Glasshouse Mountains sind auf dem Bild auch alles andere als klar zu sehen. Das deutsche Ehepaar hat das bestätigt. Und heute in Byron Bay war der Himmel auch beständig grau trotz Sonne. Das wird aber jetzt immer schlimmer werden bis Sydney, denn dort sind die Brände am schlimmsten. Mal sehen, ob wir das Feuerwerk an Sylvester überhaupt sehen. Aber bisher sind wir noch keinem Brand über den Weg gelaufen. Das Land ist einfach riesengroß.

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